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Das Dorf Kirnberg an der Mank

Das Dorf Kirnberg an der Mank mit ca. 1000 Einwohnern, politischer Bezirk Melk, ehem. Gerichtsbezirk Mank, ist eine Streusiedlung mit typischem Alpenvorlandcharakter. Der Ort liegt im Tal der Mank am Übergang vom hügeligen Alpenvorland zu den ersten Voralpengipfeln. Hier wechselt der "Körndlbauer" zum "Hörndlbauer". Der Ort selbst weist eine Seehöhe von 341 m auf. Wie die Dorfkirchen- und Schulchroniken berichten, wird C H U R E M B E R C H erstmals im Jahre 1338 in einem Kaufvertrag der Herrschaft Schwarzenbach/Pielach erwähnt. Um diese Zeit und später lebte auf der Burg Plankenstein das hochedle Geschlecht derer von Plankenstein.

Die Vorliebe dieser Familie für Churemberch erweist sich immer wieder in Schenkungen, Stiftungen und Jahrtagen. Der letzte dieses Geschlechtes, Hans von Plankenstein, genannt der "Lange Hans", hatte mit Kirnberg besondere Pläne vor. Der Krieg verhinderte vorerst diese und erst 1483 nach dem Tode des Plankensteiners entstand das erste Kloster, das sogenannte Kollegiatstift, das insgesamt acht Priester und einen Dechant umfaßte, Weltpriester die freiwillig zusammenarbeiteten. Als Vorbild diente dem Gründer das Kollegiatstift in Spital am Pyhrn.

Das Kloster bestand von 1483 bis 1612. Zu dieser Zeit war Österreich in zahlreiche Kriege verwickelt, die viele Kriegssteuern erforderten. So waren bis 1612 fast alle Güter und Besitzungen verkauft und das Kloster löste sich auf. Zu gleicher Zeit erwirkte in Wien der bekannte Bischof, Minister und später Kardinal Melchior Khlesl, daß die verwaiste Dechantei Kirnberg der Dompropstei St. Stephan einverleibt wurde. Kaiser Mathias willigte in diesen Plan ein, von 1612 an war daher der jeweilige Dompropst zugleich Dechant von Kirnberg an der Mank und Nutznießer des Dompropsteigutes. Kirnberg an der Mank ist daher bis zum heutigen Tage mit St. Stephan eng verbunden.

Einer der bedeutendsten Dompröpste war Bischof Franz Xaver Marxer. Er weilte allzu gerne in seinem geliebten Kirnberg und verfügte, daß sein Herz hier unter den Altarstufen der von ihm 1753 erbauten Barockkapelle bestattet wurde. Sein Leib ruht in der Kirche Heiligen Kreuz – Gutenbrunn. In der Seitenkapelle der Pfarrkiche Kirnberg können die Besucher die herrlichen Fresken, die die Lebensgeschichte des Heiligen Franz Xaver erzählen, bestaunen. Am 17.7.1683 wurde Kirnberg von den Türken überfallen. In den kommenden Wochen wurde der Großteil der Häuser inklusive des Schlosses und der Pfarrkirche geplündert und verwüstet. Außerdem wurden beinahe 200 Menschen verschleppt. Vom 23. bis 30.September 1753 wurde auf Geheiß des Bischofs Marxer eine Mission durchgeführt. Am 1.Oktober des selben Jahres hielt Bischof Marxer völlig unvorbereitet eine einstündige Predigt von der alle 6000 Anwesenden tief ergriffen wahren. Das war der Beginn des neuen kulturellen und religiösen Aufschwungs. Der zuvor erwähnte Bischof Marxer war es auch, der das zweite Kloster in Kirnberg an der Mank gründete.

Im Jahr 1759 rief er Mönche des Hieronymitanerordens von Schönbach im Waldviertel nach Kirnberg, um die Seelsorge der Dechantei zu übernehmen. Die Mönche erbauten um 1776 ein eigenes Kloster, den heutigen Pfarrhof. Mit diesem Bau war ein Vierkant für die Pfarrkirche entstanden und der flüchtige Blick könnte auf eine alte Wehrkirche schließen lassen, die aber niemals bestand. Das Hieronymitanerkloster bestand von 1759 bis 1816. Da es an mönchischem Nachwuchs fehlte, mußte das Kloster aufgelöst werden. Die Dompröpste übernahmen wieder die Dechantei und bestellten Vikare, die die Seelsorge führten. Seit dem Jahre 1905 ist Kirnberg an der Mank eine selbständige Pfarre.

Die Dompröpste sind heute unsere Schloßherren und alljährlich gerne gesehene Sommergäste. Einer dieser Dompröpste, Josef Spendou, gründete im Jahre 1796 unsere Volkschule. Er ist zum Danke dafür heute in einer überlebensgroßen Plastik im Atrium der Volkschule verewigt.

 

 

 

   
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